Informationen zur Pseudarthtose

Alternative Therapien

Natürlich macht die Forschung auch Fortschritte auf diesem Gebiet. Im Folgenden stellen wir Ihnen hierzu eine Auswahl neuer Therapiemethoden vor.

Arthroskopische Knorpelzelltransplantation

Die autologe Knorpelzelltransplantation- oder Implantation (ACT) ist zur Zeit das aussichtsreichtesete Verfahren für eine Knorpelregeneration. Dabei wird aus einem nicht belasteten Teil des Gelenks ein Stück Knorpel entnommen und anschließend mit einem Spezialverfahren so "gezüchtet", dass sich gesunde Zellen in kugelförmigen Shäroiden vermehren. Nach etwa vier bis sechs Wochen werden die gezüchteten, gesunden Zellen wieder in des Arthrose-Gelenk eingepflanzt.

Sobald die implantierten Zellen Kontakt mit den defekten Zellen aufnehmen, haften sie mittels ihrer verbindenden Adhäsionsproteine stabil am Knochen an. Danach wachsen die Korpelzellen in den Defekt ein, bis dieser komplett ausgefüllt wird. Mediziner und Forscher hoffen, dass mit dieser Methode wirkungsvoll defekte Knorpel vor allem am Knie und im Sprunggelenk geheilt werden können. Auch wenn es in der Forschung auf diesem Gebiet stete Fortschritte gibt, muss die Hoffnung der Patienten derzeit noch gebremst werden. Die Arthroskopische Knorpelzelltransplantation hat die Erprobungsphase noch nicht überstanden.

IL-1-Rezeptorantagonist-Therapie

Laut neuesten Studien berufen sich Wissenschaftler auf die Erkenntniss, dass das körpereigene Eiweiß Interleukin (IL-1) den Knorpelabbau fördert. Man versucht nun diesen Prozess mit einem Rezeptorantagonisten (IL-1 Ra) zu unterbinden. Gewonnen wird dieser körpereigene Hemmstoff in einem aufwändigen Verfahren aus dem Blut des Patienten.

Der Rezeptorantagonist (IL-1 Ra) wird nach der Gewinnung wiederholt in das betroffene Gelenk gespritzt und soll den Knorpel schützen und gleichzeitig entzündungs- und schmerzlindernd sein. Die Kosten für die Behandlung belaufen sich momentan auf ca. 700 bis 1500 Euro, je nach Anzahl der erforderlichen Injektionen. Die Kosten werden derzeit noch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Orthokin-Therapie

Die Orthokin-Therapie ist auch eine neue Behandlungsmethode, die sich mehr und mehr etabliert. Orthokin hat die Eigenschaft, entzündungshemmende Zytokinantagonisten und Wachstumsfaktoren zu beinhalten.

Wie eine placebokontrollierte klinische Studie an 400 Patienten zeigte, ist die Wirksamkeit und Sicherheit der körpereigenen Immunproteine aufgrund der wenigen Nebenwirkungen eine nicht zu unterschätzende Alternativtherapie auf dem Gebiet der Arthrosebehandlung. Bis diese Therapieform sich jedoch als Standard etabliert, ist noch eine Vielzahl weiterer Studien notwendig.

Knorpelregeneration aus nicht-embryonalen Stammzellen

Dieses Methode ist noch ziemlich neu und steckt mitten in der Forschung, wir möchten diese aber trotzdem vorstellen. Bei der Knorpelregeneration sehen Forscher den Nachfolger der aufwändig zu praktizierenden Knorpeltransplantation (ACI).

Wie erste klinische Ergebnisse an zehn Patienten zeigten, ist diese Methode durchaus realisierbar.