Wichtigste Ursache für die Entstehung einer Arthrose ist die Schädigung des Gelenkknorpels. Ein gesunder Knorpel kann ein Leben lang gut funktionieren – das gilt aber nur dann, wenn er nicht dauernd überbeansprucht wird.
Dazu zählt die Fehlbelastung genauso wie zu viel Ruhe. Schließlich trägt regelmäßige Bewegung zur Ernährung des Knorpels, aber auch des gelenkstabilisierenden Muskel- und Bänderapparates bei. Wichtig bei der Entstehung einer Arthrose ist der Zeitfaktor. Überbeanspruchungen können für einen gewissen Zeitraum ausgeglichen werden. Da aber einmal untergegangenes Knorpelgewebe vom Körper nicht mehr ersetzt werden kann, ist eine Arthrose nach langen Phasen des ‚Raubbaus’ vorprogrammiert.
Aber es gibt eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die zur Arthrose führen (siehe Tabelle). Manche Faktoren, wie z.B. Bewegungsmangel oder Übergewicht können aktiv verhindert werden - andere, wie beispielsweise die Veranlagung, kann man leider weniger beeinflussen.
Unterschiedliche Risikofaktoren für Arthrose im Überblick:
Neben einer genauen Erhebung der Krankengeschichte sowie der körperlichen Untersuchung spielen Röntgenaufnahmen der betroffenen Gelenke eine große Rolle für die Arthrose-Diagnose.
Während der körperlichen Untersuchung wird nach typischen Anzeichen der Arthrose Ausschau gehalten:
Auf dem Röntgenbild sind in erster Linie die typischen Veränderungen des Knochens unterhalb des Knorpelgewebes als Anzeichen der Arthrose erkennbar. Häufig sieht man auch eine Verengung der Gelenkhöhle und in fortgeschrittenen Stadien Verknöcherungen, Verschattungen und Ergüsse. Um das Ausmaß der Knorpelzerstörungen noch detaillierter festzustellen, können auch Techniken wie Ultraschalluntersuchung (Sonographie), Computer-Tomograpie (CT), Magnetresonanz-Tomographie (MRT), Knochenszintigraphie oder auch eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) notwendig sein.